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Ein Männlein steht im Walde… ganz still und stumm… und der König der Pilze

Also wenn das mal kein Pilzglück war, dann weiss ich ja nicht. Man könnte mich auch Glückspilz nennen…Ein Steinpilz, der auf uns gewartet hat.

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Das Piemont und seine Weine

Ein Abend in der Volkshochschule Schriesheim

Es gibt – seien wir ganz ehrlich – nicht allzu viele Veranstaltungen bei den deutschen Volkshochschulen, die das Herz eines Feinschmeckers oder Weinfreundes wirklich höher schlagen lassen. Die meisten kulinarischen Themen der Abendakademien bewegen sich irgendwo zwischen „Schnelle Gerichte für Singles – leichtgemacht“ oder „Der total geniale Pasta-Spaß“ und „Leckere Rezepte für Berufstätige“. Puh!

Eine Vorankündigung der VHS Schriesheim lies mich jedoch alle Pauschalismen und Vorurteile vergessen: „Das Piemont und seine Weine – eine Verkostung in italienischer Sprache“ stand da geschrieben.

Ein Önologe und Winzer der sich aus der Slow Food Herzregion um Bra aufmacht, um Badenern und Bergsträßern Dolcetto, Barbera, Nebbiolo und Co. vorzustellen? Der deutschen Sprache nicht mächtig – dafür aber gleich die passenden Weingläser mit im Gepäck und typische Wurst- und Käsespezialitäten aus der Langhe im Koffer? Das klang vielversprechend! Nichts wie hin also.

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Letzten Freitag war es dann so weit. Der Vortragssaal war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Tische festlich eingedeckt (so gut es eben in einem Klassenzimmer geht) und die Augen von  knapp 50 weinbegeisterten Teilnehmern auf Marco Brangero gerichtet. Der legte gleich mit einem leckeren Chardonnay los und plauderte (charmant übersetzt von Peter Ahlf, dem Initiator dieses Abends) über all das, was diesen Wein ausmachte: Goldgelb, mit würziger, auch deutlich durch das edle Holz geprägter Nase, blumige Noten, ein feiner Honigton und ein voller, nachhaltiger, fast schon fetter Geschmack. Kein schlechter Einstieg. In den nächsten 4 Stunden folgten diverse Dolcetto, Barbera, Nebbiolo und eine Cuvé „Vino Rosso Vigne Alte“ –  alle von hoher Qualität, lecker und teils eleganter Struktur. Die einzelnen Weine hier vorzustellen und zu beschreiben würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Für Interessierte gibt es hier eine ausführliche Beschreibung mit Adresse und Kontaktdaten als PDF zum Download.

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Die begleitenden Häppchen mit verschiedenen „salame artigianale piemontese, crudo e cotto“ und die typischen Käse, etwa „toma die bossolasco, toma die alta langa und grana piemonte“ waren eine ideale Begleitung und fanden reißenden Absatz. Hätte der Organisator dann noch die Brote der Piemont-Collection vom Bäcker Kapp gereicht – es wäre fast nicht mehr auszuhalten gewesen. Aber den kennt er wahrscheinlich nicht… Egal.

Insgesamt ein sehr gelungener Abend der uns drei Erkenntnisse brachte: 1. Das Piemont ist immer wieder eine (kulinarische) Reise wert. 2. Die Weine von Marco Brangero sollte man im Auge behalten. 3. Und die Angebote der VHS Schriesheim auch.  
© Cyriacus Schultze 

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