Archiv der Kategorie: Wo wir gerne einkaufen

Lebkuchenzeit

Weihnachtszeit ohne Lebkuchen? Für viele undenkbar. In einigen Groß- und Supermärkten findet der  „Abverkauf“ bereits ab Anfang September statt  – traditionelle Lebkuchen, Elisen, Spekulatius und Weihnachtsgebäck liegen dann in winterlicher Verpackung in den Regalen – zu einer Zeit also, wo viele von uns noch an den Badesee oder ins Freibad gehen…  Auf dem Lebkuchen-Weltmarkt spielen die großen Konzerne eine gewichtige Rolle. Haeberlein-Metzger, Lebkuchen Schmidt, Lambertz und Bahlsen produzieren jedes Jahr Millionen Tonnen von Weihnachtsgebäck. Sie alle stellen beliebte Produkte mit viel Zucker und den üblichen Inhaltsstoffen* her,  denen Stiftung Warentest teilweise gute Qualität bescheinigt. Das abschließende Urteil „die besten Lebkuchen gibt’s beim Discounter“   – eine sehr umstrittene Äußerung, die 2010 auch unter Verbrauchern zu regen Diskussionen geführt hatte – soll an dieser Stelle nicht weiter kommentiert werden.

Wer Lebkuchen auf hohem kulinarischen Niveau genießen will, wird die winterlichen Knabbereien meist weniger nach Kennzeichnung, EU-normierter Verpackung oder nach mikrobiologischen Verunreinigungen bewerten, sondern Ausschau nach kleinen Handwerksbetrieben halten.  Slow Food Rhein-Neckar stellt Ihnen an dieser Stelle zwei der besten Lebkuchenmacher aus der Region vor: Weiterlesen

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Regionale Lebensmittel – der große Schwindel

Für regionale Lebensmittelmarken wie „Ein gutes Stück Heimat“ von Lidl, „Unsere-Heimat“ von Edeka oder „Aus unserer Region“ von Rewe geben Verbraucher gerne auch mal etwas mehr aus. „Doch das ist zumeist rausgeschmissenes Geld“, so lautet das ernüchternde Fazit einer Untersuchung in der aktuellen Septemberausgabe von ÖKO-TEST. Echte Regionalprodukte sind rar und die Hersteller sind erfindungsreich, wenn es gilt, normale Produkte in regionale umzuwidmen.

Das Verbrauchermagazin hat 53 regionale Lebensmittel aus ganz Deutschland unter die Lupe genommen, lediglich 14 wurden von den Testern als „echtes Regionalprodukt“ befunden. Denn laut  ÖKO-TEST werden entweder die Lebensmittel in der Herkunfts-Region der Rohstoffe verarbeitet, dann aber bundesweit vermarktet oder sie werden tatsächlich regional hergestellt und angeboten, aber die Rohstoffe kommen nicht aus der Region.

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Der Honigflüsterer

Geflüstert wurde bei uns ja schon eine Menge: So haben wir in unseren Reihen Brotflüsterer oder Tomatenflüsterer und auch über Schweinflüsterer haben wir schon berichtet. Der Begriff steht, angelehnt an Monty Roberts, der sich einen Namen als „Pferdeflüsterer“ gemacht hat, für jene Produzenten und Genusshandwerker, für die Qualität das höchste Gut ist. Menschen, die neue Wege gehen und mit Sorgfalt und viel Zeit arbeiten. Das Ergebnis ist stets das Gleiche: Ein Produkt oder Lebensmittel, das in seiner Güte unübertroffen ist und seinen authentischen, unverwechselbaren Charakter bewahrt. Mit wenigen Ausnahmen müssen großartige Produkte nicht viel Geld kosten. Sie sind teurer. Zugegeben! Aber sie kosten kein Vermögen. Es ist eher der Luxus, an etwas Außergewöhnlichem teilzuhaben. Denn: »Luxus ist nicht das Gegenteil von Armut«, wie Coco Chanel feststellte, »sondern das Gegenteil von Gewöhnlichkeit.«

In der vergangenen Woche haben wir nun ein Produkt probiert, dem wir  für gewöhnlich nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken: Dem Honig. Ein Alltagsprodukt, das in jedem Küchenschrank steht.  Weiterlesen

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Gutes Fleisch

Dioxin im Schweinefleisch – nach Rinderwahn und Gammelfleisch der nächste Skandal. Die Verbraucher sind zunehmend verunsichert, die konventionellen Massentierzüchter kämpfen wegen des drastischen Preisverfalls ums Überleben. Und so ist es kein Wunder, dass immer mehr Landwirte zu der Erkenntnis gelangen, dass eine Umstellung auf Biozucht und artgerechte Tierhaltung sinnvoll und rentabel ist – eine Win-Win Situation für Produzenten und Verbraucher.

Artgerechte Haltung, die Wiederentdeckung alter Rassen, das Bedürfnis nach Regionalität und Transparenz schaffen ein neues Genuss-Bewusstsein – auch dank Slow Food. Die Fangemeinden um Limpburger oder Simmentaler Rind, bœuf de Hohenlohe, Glanrind, das schwäbisch-hällische Landschwein oder das bunte Bentheimer wachsen ständig. Kein Wunder bei dem Geschmack – wer das einmal probiert hat, kauft nie mehr Billigfleisch im Supermarkt. Weiterlesen

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Kraichgau-Genussreise

In der Februar-Ausgabe des Slow Food Magazins wird den Lesern eine Reise durch das Kraichgau empfohlen. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Convivien Rhein-Neckar und Stutensee im Herbst dieses Jahres und gemeinsam mit den Convivien Schwarzwald, Baden, Karlsruhe, Pfalz und Pforzheim eine solche Genussreise planen – und verschiedene Slow Food Förderer und Genusshandwerker im Kraichgau besuchen werden. Die Slow Travel Veranstaltung wird über 2 Tage gehen und an einem Wochenende stattfinden. Interessenten können sich schon jetzt unter rhein-neckar@slowfood.de melden.

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Kennen Sie schon die „faire Milch“?


Da staunte ich nicht schlecht, als ich letzte Woche im Kühlregal meines Supermarktes eine neue Milch entdeckte. Auf dem Tetrapack war eine schlichte Kuh in Deutschlandfarben abgebildet. Kein kitschiges Alpenpanorama, keine sonstigen Werbeklischees oder Marketinglügen. „DIE FAIRE MILCH“ stand in schlichter Schreibschrift drauf und darüber der uns Slowfoodies bekannte Slogan „Gut … Fair“. Auch die sonstigen Angaben klingen ziemlich vertraut: „Die Kühe werden überwiegend mit Futter von Wiesen und Weiden ernährt. Man verzichtet auf Gentechnik und auf Futtermittelimporte aus Übersee. Jeder beteiligte Landwirt betreut ein Umwelt- oder Tierschutzprojekt. Und dank eines kostendeckendes Milchpreises werden die Erzeuger für ihre Arbeit gerecht entlohnt und erhalten 40 Cent je Liter“.

Auch wenn man sich nicht des Eindrucks erwehren kann, dass die beauftragten Werbetexter gerade in einem Kreativloch waren und sich kräftig des Slow Food Vokabulars bedient haben… wichtig ist schließlich, dass solche Projekte überhaupt initiiert werden und den Verbrauchern eine Alternative angeboten wird.

Slow Food Rhein-Neckar unterstützt daher dieses Projekt. Wir werden in den nächsten Wochen mehrere Supermärkte und Einzelhändler in der Metropolregion Rhein-Neckar auf das faire Milchangebot aufmerksam machen und anregen, dieses Produkt ins Sortiment aufzunehmen. Über das Ergebnis werde ich Anfang Februar berichten.

Wer mehr wissen möchte: Weitere Infos gibt es unter  www.die-faire-milch.de

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Welchen Fisch darf man noch essen?

Der World Wildlife Fund hat seinen Fisch-Einkaufsratgeber aktualisiert. Die Website ist übersichtlich in drei Kategorien gegliedert: „Gut“, „Zweite Wahl“ und „Lieber Nicht“ und  gibt so eine wertvolle Entscheidungshilfe beim Fischkauf. Außerdem gib es den Fischratgeber im handlichen Taschenformat, den man hier als PDF herunterladen kann.

Wir Verbraucher können sehr einfach vorgehen, indem wir beim Händler nach umweltverträglichen Fischprodukten verlangen. Was hingegen Fischhändler tun können, um sich für eine nachhaltige und verantwortliche Fischerei aktiv einzusetzen, ist hier aufgeführt.

 

Ohne Bedenken kann man einkaufen – vorausgesetzt, man achtet auf die Siegel von MSC, Naturland oder BIO:

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