Archiv des Autors: a.k.

Le Marche – die Marken. Oder: Die Toskana ohne Touristen.

La crisi, c´è la crisi…

Ich kann es langsam nicht mehr hören. „C´è la crisi, c´è la crisi.“ Dieses Mal beginne ich nur leider langsam zu verstehen, dass es um Italien doch schlechter steht, als ich dachte. Die Arbeitslosigkeit unter den Jugendlichen steigt langsam immer höher, sie liegt zwar noch nicht so hoch wie in Griechenland und Spanien, aber es macht keinen Spaß mehr sich mit jungen Leuten zu unterhalten, die erzählen, dass der halbe Freundeskreis arbeitslos ist und auch nichts findet. So geschehn in den Marken, in einem Laden mit einem etwa 25jährigen Familienvater, der nur noch halbtags arbeiten als Aushilfe arbeiten konnte und sonst keinen Job findet. Weiterlesen

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Das Geld, das Geld, das liebe Geld… oder: die kulinarische Verantwortung von Politikern

Also, da schlägt man im morgendlichen „es-ist-zu-früh-für-mich-Trott“ die Zeitung auf und blättert… Ich gestehe: Zu bestimmten Uhrzeiten bin ich noch nicht so wirklich aufnahmefähig. Ich blättere also und kippe meinen Milchkaffee runter in der Hoffnung, dass das Koffein bald wirkt.

Aber neulich. ZACK! Hellwach. Schon nach dem ersten Schluck. Und warum? Nein, kein Interview mit Petrini, kein Artikel über regionale Erzeuger, keine Erklärung: „Was ist Slowfood?“ Da steht doch so ein wunderbarer Artikel in der Zeitung, dass ich mich frage, über wieviel Hirn so manche Politiker überhaupt noch verfügen. Weiterlesen

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Der „Restaurant-Day“ am Samstag 18. Mai 2013: Eine Art weltweiter Soulkitchen-Flashmob?

Nach den „Diner en blanc“ und den „Grand Foodings“ nunmehr aus Finland der „Restaurant-Day“?

Also ich habe vor ein paar Monaten das erste Mal davon gehört und dachte: „Hä? Was soll das sein?“

Eine Freundin hat es mir dann erklärt: Jeder der Lust+Zeit+Muße hat, kann an einem bestimmten Tag (der von den Machern von http://www.restaurantday.org/ festgelegt wird – der nächste Termin am 18.05.2013) etwas kochen und dafür seine Wohnung oder Garten zur Verfügung stellen – oder auch im Park seine kulinarischen Eigenkreationen anbieten und zum Selbstkostenpreis verkaufen.

Dabei ist wohl kuliniarsch alles geboten, was man sich vorstellen kann:

In Darmstadt eröffnete im Februar eine WG wohl das Lokal: „WTF“ (Nein, das ist keine Abkürzung für „what the fu..“)  sondern für „Waffeln Terrinen und Forellen“. Anmelden konnten sich bis zu 20 Leute, die dann alles aufessen durften

Tagesspiegel, Die Zeit, Essen und Trinken, Deutschlandradio und Echo Darmstadt haben darüber schon berichtet.

Als Juristin ploppen bei mir gedanklich ein paar Fragezeichen oder die „German Angst“ auf:

Hygienevorschriften, Gewerbeaufsichtsamt, Finanzamt, deutsche Bürokratie, geht das denn?

Ach egal. Ich hadere noch mit mir selbst, ob ich an dem Tag auch mitmachen soll, da sich in unserem Umfeld ein einziges NICHTS auf der Landkarte befindet….. Wer will, wer will, wer hat noch nicht?

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Sprechendes Gemüse – oder: Die kulinarischen Höhepunkte des Aostatals….

Monte Cervino (= Matterhorn von der Südseite)

Il Monte Cervino (=das Matterhorn) – der Lieblingsort von hochalpinen Suppen

Kennen Sie das, wenn Gemüse mit Ihnen redet?

Also ich kann nicht sagen warum, aber manchmal redet Gemüse mit mir. Es erzählt mir, dass es bald in den Kochtopf will, um nicht zu labbrig zu werden. Und natürlich bald gegessen werden will. Wahlweise erzählt es auch, mit wem es – und auf welche Art es gern im Kochtopf landen würde. Und natürlich spricht es verschiedene Sprachen: Weiterlesen

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Gastrobewertungen: Print (Michelin, Gault Millau) versus Internet (Qype, tripadvisor, slowfood.de)

Ja also wie ist das denn jetzt? Taugen Gastrobewertungen in der Print- oder Onlineausgabe mehr?

Unterm Weihnachtsbaum lag dieses Jahr ein Michelin 2013-Führer für Deutschland. Diesmal abgespeckt in Taschenbuchversion. Aha-Aha. Wir blättern beide darin herum und brummeln etwas unerquickt. Ich lese die Beiträge über die regionalen Lokale und brummle noch mehr. Wie sagte schon meine Grundschullehrerin Frau Kiemel: „Benutzt nicht so viele Ausrufezeichen, das zeigt nur, dass Ihr Euch auch sonst kaum ausdrücken könnt.“ Der Michelin-Autor für die Region muss da wohl nochmal zu Frau Kiemel. Setzen 6! Ich mein: Entschuldigung, was soll das denn? Jeder zweite Beitrag ist voller Ausrufezeichen, Pfeilen und Schnickschnack. Ja ist man dort denn nicht mehr in der Lage eine echte Beschreibung oder Bewertung abzugeben? Oder sind gar die Auswirkungen der Pisa-Studie beim Michelin angekommen? Weiterlesen

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Südtiroler Episoden – Teil 2/2

Trento (oder „Trient“): Eine Stadt mit 104.000 Einwohnern
Wir sind ins Trentino ausgeflattert, weg von Südtirol, Schlutzkrapfen und Törggelen. Die Peripherie sieht nicht berauschend aus, dafür überzeugt die Innenstadt umso mehr. Wir sehen uns ein paar Kirchen inklusive dem Dom (sehr düster) an und staunen. So sieht also eine Stadt aus, die laut dem „Il Sole 24 ore“ (führende Wirtschaftszeitung) im Jahr 2007 die höchste Lebensqualität Italiens hatte. Aha-aha. Weiterlesen

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Südtiroler Episoden – Teil 1/2 –

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Griaß Gott oder auch Griasdi!

….so heißt das also, wenn man sich in Südtirol begrüsst. Zugegebenermaßen klingt das für mich, als gebürtige Schwäbin (wo man auch mit „Grüß Gott“ begrüßt wird) ein wenig wie zu Hause. In Orten wie Meran, in denen etwa 50% aller vorbeilaufenden Passanten italienisch – und die andere Hälfte deutsch sprechen, kuckt man schonmal irritiert, wie man denn jetzt nun grüßen soll Buongiorno, Salve, Grüß Gott, Noabig…? Von ein paar unverständlichen anderen Dingen, die wir nicht verstehen konnten, ganz zu schweigen. Und irgendwie scheint doch alles zu funktionieren. Wenn man doch nur nicht laufend mit großen Kulleraugen mit fragendem Blick überlegen würde, wie man jetzt weiterreden soll, weil man auch hört, wie viele in den Sprachen hin- und herspringen. Weiterlesen

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