„DIE ZEIT“-Kochtag am 17.04.2015, eine Zusammenfassung

Die Wochenzeitung „DIE ZEIT“, Slow Food und andere Teilnehmer, hatten die Idee, an 17.4. unter dem Motto „Zeit-Kochtag – So isst Deutschland“ einen Tag des bewussten Essens zu zelebrieren. An diesem Tag sollten überall in Deutschland Menschen zusammen kommen, um mit guten Lebensmitteln, ein Essen zu kochen und es, in angenehmer Gesellschaft zu genießen. Unser Slow Food Convivium (regionale Gruppe) Rhein-Neckar hat einige Ideen gehabt, um hierzu einen Beitrag zu leisten. Unter anderem hat eine Gruppe von Slow Food Mitgliedern, die sich zu einem Kochstammtisch zusammen getan haben, sich überlegt, ob das nicht unsere Sache sei, und sehr schnell haben wir zugestimmt, mitzumachen. Es wurde die Möglichkeit erwogen, anstatt unter uns zu bleiben, hinaus zu gehen, andere Menschen mitzunehmen. Es kam die Idee auf, und wir waren uns schnell einig, den Zeit-Kochtag in einer Schule durchzuführen. In der Küche der Christian-Morgenstern-Grundschule in Wilhelmsfeld.

Die Schulleiterin, Frau Hoss war bald für unser Vorhaben gewonnen. 15 – 20 Kinder bzw. ihre Eltern, könnten Interesse daran haben, bei einem geringen Selbstkostenbetrag mitzumachen. Nachdem die Schule einen Brief an die Eltern geschickt hatte, kamen sofort 30 Anmeldungen zustande. Zwei Tage später waren 40 Kinder angemeldet. 40 Schulkinder im Alter von 6 bis 10 Jahre, die von 16 bis 19 Uhr in die Schulküche zum Kochen und Essen eingeladen wurden.

Wir mussten ausreichend Helfer finden, um eine einigermaßen geordnete Organisation zu gewährleisten. Die Lebensmittel, die Kinder gerne essen, wurden mit Spaghetti und Süßspeise geortet, Salat dazu, für einen ausgewogenen Mix einer gesunden Ernährung und das Menü war fertig. Durch die zahlreiche Beteiligung musste der Kursleiter eine Teilmenge an fertigen Pesto- und Tomatensaucen zu Hause vorbereiten. Die Entscheidung war goldrichtig, denn diese Vorbereitung hat uns später sehr geholfen pünktlich fertig zu werden.

Auf die Minute, um 16 Uhr kamen die Kinder. Wir hatten für sie Kochmützen besorgt, die verteilt wurden. Jedes Kind schrieb seinen Name darauf. Die Kochmützen, die fröhlich angenommen wurden, waren ein lustiger Einstieg in die Aufgabe des Nachmittags: zusammen kochen und essen.          Zuerst wurde etwas über Slow Food mitgeteilt und wofür diese Organisation steht. Als Beispiel diente das wichtige Thema „Teller statt Tonne“. Angesichts des Hungers in der Welt, sollten die Kinder (und die Erwachsene)keine Lebensmittel wegwerfen. Dass das von den Kindern verstanden wurde, merkten wir später, als diejenigen, die mit dem Essen fertig waren und doch Essenreste abgaben, ziemlich gedrückt nach Lösungen suchten: die Essenreste wurden dann doch zu Ende gegessen, oder teilweise an andere Kinder weitergegeben. Die Helfer bekamen 6 – 7 Kinder eingeteilt und schon ging es los mit dem Händewaschen.

Die Kinder legten sofort Hand an und bereiteten den Tisch: Servietten falten, Gabel links, Messer rechts. Dann wurde eine farbige Vielfalt von hiesigen Gemüsen zuerst mit Malstiften nachgezeichnet, später geschält, geschnippelt und in kleinen Stücken bereitet. Jedes Gemüse für sich, man konnte sich später eine Vitaminbombe nach eigenem Wunsch zusammenstellen. Die Nachspeise, ein Süßer Traum von knusprigem Müsli von den Kindern in der Pfanne geröstet, mit Honig, Zimt, Obst und Joghurt gemischt ergab einen leckeren Schmaus. Alles war fertig und konnte warten, und schon fing das Spaghetti-Wasser an zu kochen. Pasta rosso e verde stand auf dem Menü. Rosso wie die Tomate, verde wie die Basilikumsauce, also grüner pesto , und reichlich Parmesankäse dazu. Eine spätere Abstimmung ergab als Ergebnis: rosso gewinnt gegen verde 3 zu 1. Dabei wurde geübt, Spaghetti mit der Gabel zu wickeln. Es gelang manchen auf Anhieb, manchen weniger, aber die Übung war für die Champions total toll.

Ab 17.45h bekam jedes Kind unten großem Beifall des Publikums seine eigene Teilnahme-Urkunde und die Kochrezepte.

Um 18 Uhr kamen die Eltern und nahmen ihre kleinen Schätze mit nach Hause. Geschafft! Wir waren fertig. Aber dann mussten wir noch die Küche sauber machen, und am Ende waren wir fix und fertig. Doch es hat uns einen riesen Spaß gemacht mit den Kindern einen Nachmittag zu verbringen und sie als kleine Persönlichkeiten zu erleben. Und schon hat mich jemand gefragt, wann wir wieder kommen.

Die Helfer waren: Peter Ahlf, Isolde Alesi, Jana Nungesser, Ana Traub, Sonja und Piero Ravera, Walter Weber, Heide Wüst. Ein großer Dank an alle!

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©Lisa Wieser

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