Die Slow Food Story im Olympia-Kino in Leutershausen

Foto: ©Lisa Wieser

Lang erwartet wurde es am 14. September endlich realisiert: das bei Kinofreunden in weiterem Umkreis bekannte und für seine stets interessante Programmgestaltung (Schlemmer-Kino, Musikveranstaltungen, open air-Kino, Musik&Wein….) geschätzte Programmkino Olympia in Leutershausen führte, vom Slow Food Convivium Rhein-Neckar und dem Restaurant Bistronauten aus Leutershausen unterstützt, eine Matinée am Sonntagmittag durch: geboten wurde der Film Die Slow Food Story mit anschließender Verkostung regionaler Köstlichkeiten, die den Slow Food Kriterien „gut, sauber, fair“ entsprachen.

Vor ausverkauftem Haus wurde zunächst der Film vorgeführt: anläßlich des 25jährigen Bestehens von Slow Food ging es, an der Person des Slow Food Gründers und internationalen Präsidenten Carlo Petrini festgemacht, um die Entstehung, den Aufbau und die vielfältigen Betätigungsfelder von Slow Food. In vielen sympathischen Bildsequenzen aus den 50ern bis heute wurde die persönliche Entwicklung Carlo Petrinis und seiner Mitstreiter nachgezeichnet und der Weg vom politischen Aktivisten und Kommunalpolitiker, über seine Zeitungs- und Rundfunkaktivitäten, über die Arbeit bei ArciGola zu Slowfood nachgezeichnet. Entstanden ist ein launiges, in weiten Strecken humoriges Bild eines wirklichen Genießers und seiner Bemühungen, die Bedingungen und Voraussetzungen für sinnliche Genüsse und den verantwortlichen Umgang mit Lebensmitteln zu definieren und praktisch zu unterstützen. Herausgekommen ist die mittlerweile in 150 Ländern vertretene Slow Food Bewegung mit 100.000 Mitgliedern.

Nach all den sinnenfrohen Bildern genießender Menschen, von Tafelrunden mit fröhlichen Zechern war nach dem Film – grau ist alle Theorie – der Praxisteil geboten: die Bistronauten aus Leutershausen (www.bistronauten.de) hatten einen Teller regionaler Spezialitäten zusammengestellt:

  • Terra Madre-Brot vom Kultbäcker Kapp aus Edingen
  • vom Käsepapst Müller aus Hockenheim den „Hockenheimer Weißen“, einen brieartigen Rohmilchkäse und einen leicht gereiften Bierkäse
  • vom Nusslocher Ziegenkäsehof einen gereiften Ziegenkäse, zu dem die Bistronauten ein Sellerie-Chutney paarten
  • von der Metzgerei Schmitt aus Rippenweier wurde Schinkenspeck gereicht mit einem Klecks Zwiebelmarmelade
  • die Bistronauten steuerten noch ein Tomatenmousse mit Fenchel und Pumpernickel
  • und eine gebeizte Lachsforelle bei, die vom Forellenhof Spohn in Heiligkreuzsteinach stammte
  • das Weingut Teutsch aus Leutershausen steuerte einen Grau- und einen Spätburgunder bei

Unser Fazit: das war gut, sauber, fair und sehr regional – ganz im Sinne von Slow Food. Das vollbesetzte Kino war Indiz für das große Interesse am Genießen mit gutem Gewissen, an mehr und tiefergehenden Informationen und auch an unseren angekündigten nächsten Veranstaltungen, den Produzentenbesuchen bei der Senfmühle und Feinschmeckerei Heidelberg am 25.09. und der Käsemanufaktur Müller in Hockenheim am 15.10.

Und weitere Erkenntnis: man sollte stärker auf das Programm des Olympia-Kinos achten (www.olympialeutershausen.de) Neben interessanten Filmen gibt es dort z.B. ab Ende September wiederholt das bewährte (und stets schnell ausgebuchte) „Schlemmerkino“, so recht was für Film- und Genussfreunde.

Foto: ©Lisa Wieser

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Eingeordnet unter Ernährung, Filmempfehlung, In eigener Sache, Kulinarisches

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