Spanferkelessen im Johanneshof

Eine überaus erfolgreiche kulinarische Veranstaltung war das Spanferkelessen im Johanneshof am 10. März. Slow Food Rhein-Neckar hatte mal wieder zum Schmaus geladen und rund 38 Personen hatten sich im Johanneshof an der langen Tafel erwartungsvoll und hungrig eingefunden.

Harald Schlumpp, der Gastwirt des Johanneshofes hatte seine Tore extra für Slow Food Rhein-Neckar – sogar noch vor Beginn der Sommersaison – geöffnet. Der Johanneshof produziert Obst und Gemüse nicht nur selbst – sondern Schlumpp kann sogar bei zugekauften Produkten – immer – die meist regionale Herkunft genau benennen, was ihn bereits aus diesem Grund zu einem unserer Lieblinge in der Region macht.

Die einladende Duftschwaden-Begrüßung – schon vor der Eingangstür (!) – mit frischen Brotduft von riesigen rustikalen Brotlaiben von Peter Kapp vermischte sich bereits beim Eintreten in den Gastraum wunderbar mit dem Spanfurkelduft vom Grill. Draußen drehte sich im Biergarten – sehr slow – noch eins der zwei Bio-Spanferkel vom Bauer Schwab im Feuer.

Die riesigen knusprig-rustikalen und warmen Brotlaibe von Bäcker Kapp die vorab auf den Tischen verteilt wurden, dufteten förmlich nach Holzofen (ob mit oder ohne „Beschwadung“) und schmeckten ganz hervorragend.

Als Vorspeise wurde eine dampfende Kraftbrühe mit einer Spanferkel-Maultasche serviert.

Anschließend folgte das Spanferkel: Butterweich-zartes und helles Fleisch kam hier zum Vorschein – mit einer knusprigen und hocharomatischen Kruste, die man selten sieht. Dazu ein Kartoffelsalat und ein Krautsalat aus Hockenheimer Bio-Kartoffeln und Bio-Kohl. Dazu ein Maß Dachsenfranzbier (aus Zuzenhausen) oder für Antialkoholiker eine Rhabarberschorle. Alles war ein absoluter Geruchs- und Gaumenschmaus.

Fast hätte ich auch geschrieben „Augenschmaus“, wenn ich an das orange-rot angeflackerte Spanferkel denke, das sich auf dem Spieß drehte. Aber der Anblick eines kompletten Schweins am Spieß lässt mich auch heute noch mit dem Wort hadern. Aber so ist es einfach: Jedes Stück Fleisch bedeutet, dass ein Tier sein Leben lässt. Genauso sind wir Slowfoodies der Meinung: Weniger ist mehr. Lieber seltener Fleisch – aber dafür dann „regional“ und sauber (bzw. Bio), und der Respekt vorm Schlachten bleibt. Auf Vegetarier wirkt der Anblick eines Spanferkels am Spieß sicherlich martialisch – aber die Mehrheit der Menschheit ernährt sich dennoch seit Jahrtausenden von Fleisch.

Abgerundet wurde das Essen noch von einem Zitroneneis mit feinem Cidre, das sich als genau das richtige Dessert nach einem doch so reichhaltigem Essen herausstellte.

Ein sehr sehr klassisch-rustikales Essen, handwerklich toll umgesetzt und mit einem sehr feinen Gaumen abgeschmeckt und zu guter Letzt verteilte Bäcker Kapp noch das übriggebliebene Brot an Interessierte zum Mitnehmen.

Der Abend war ein voller Erfolg und wir werden den Johanneshof auch weiterhin zu unseren Lieblingen in der Region zählen.

Herzlichen Dank an Harald Schlump, Bäcker Kapp (hier gemeinsam auf dem Foto), Bauer Schwab wie an alle anderen Produzenten – und natürlich an alle Mitarbeiter in Küche und Service, die diesen gelungenen Abend möglich gemacht haben!

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