Strahlenberger Hof

Den Jahresauftakt begannen wir mit einem Festessen im Strahlenberger Hof in Schriesheim. Die aus dem Jahr 1240 stammende Stadtresidenz des Strahlenberger Fürstengeschlechts dürfte mit ihren einen Meter dicken Mauern das älteste unbeschädigte Wohnhaus an der Bergstraße sein.  Das Haupthaus mit dunklem Holzgebälk, mächtigem Kamin ­und einem verwunschenem Innenhof, der an diesem Abend nur mit Fackeln und Kerzen illu­miniert war, ist das perfekte Ambiente für Romantiker – und nebenbei eines der besten Restaurants unserer Region. Selbst Mitte Januar, einer für viele Gastronomen gefürchteten Saure-Gurken-Zeit, war das Restaurant bis auf den letzten Platz besetzt.

Nachdem zum Aperitif zartes Gebäck und zwei Amuse bouches serviert wurden, begann der Festschmaus:

  • Lauwarmer Entenbraten in zwei Variationen
  • Saibling im Lauchfondant
  • Ochsenschwanzpraline und Ochsenfilet
  • Birne Helene

Was auf den ersten Blick recht klassisch anmutet, wurde äußerst kreativ und handwerklich perfekt umgesetzt. Bei jedem Gang überraschte uns Jürgen Schneider mit wunderbaren Aromen und sagenhafter Produktqualität: Kalter (!) und perfekt gewürzter Rotkohl zur butterzarten Ente, ein umwerfend aromatisches Saiblingsfilet, perfekt auf den Punkt gegart, ein herrlicher reduzierter Jus zum Ochsenfleisch und ein betörender Nachtisch, der völlig neu und überraschend interpretiert wurde. Weinkennerin und Patronne Susanne Schneider hatte eine klassische Begleitung zusammengestellt, darunter Weissburgunder  vom Reichsrat von Buhl 2010, Grauburgunder vom Weingut Pfaffmann 2010 und zwei ausgezeichnete Gewächse vom eigenen Weingut in Südafrika, „Pink“ und „Red“ Sopiensklip – Springfontein 2008.

Wir werden diesen Abend und den Strahlenberger Hof in allerbester Erinnerung behalten. Herzlichen Dank an Küche und Service!

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