Das Ende der Gen-Kartoffel

Die Meldung steht heute in allen großen Tageszeitungen auf Seite 1, egal ob FAZ, SüddeutscheSpiegel oder Manager Magazin:  Der Chemiekonzern BASF verlegt den Sitz seines Tochterunternehmens für grüne Gentechnik in die USA. In Europa fehle weitestgehend die Akzeptanz bei der Mehrheit der Verbraucher, Landwirte und Politiker für die Pflanzenbiotechnologie, so der Konzern. Vor allem wegen der Genkartoffel „Amflora“ war der Ludwigshafener Konzern immer wieder in die Kritik geraten, und die Politik in der EU und besonders in Deutschland folgte zunehmend der skeptischen Haltung in der Bevölkerung. So hatte die EU für die BASF-Genkartoffel Amflora, die für industrielle Anwendungen gedacht ist, erst nach jahrelangem Ringen im März 2010 den Anbau erlaubt. Der Streit um die Zulassung hatte 13 Jahre gedauert. BASF investierte zuletzt im Jahr rund 150 Millionen Euro in die Pflanzengentechnik.

Bei BASF glaubt man allerdings nach wie vor an die Zukunft der Gentechnik. Man sei weiterhin überzeugt, dass sie „eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts ist“, erklärt Stefan Marcinowski, im Vorstand zuständig für die Biotechnologie-Sparte. „Wir werden uns deshalb auf die attraktiven Märkte in Nord- und Südamerika und die Wachstumsmärkte in Asien konzentrieren.“ Dort allerdings setzt der Konzern dann nicht mehr auf Stärkekartoffeln, sondern auf die Projekte, „die sich mit Ertragssteigerung und Stresstoleranz beschäftigen“, also beispielsweise auf Mais, der auch bei Dürre gedeiht. Die Entwicklung und Kommerzialisierung aller Produkte, die ausschließlich auf den europäischen Markt ausgerichtet waren, werde gestoppt.

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Eingeordnet unter Ernährung

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