Die Weine des Piemont – Slow Food Weinprobe mit Marco Brangero

Weltberühmt und unbekannt – zwischen diesen Polen bewegt sich das Weingeschehen des Piemont, im Nordwesten Italiens. Im Hügelland um Alba wachsen einige der edelsten und kostbarsten Weine der Welt: Dolcetto, Barbera, Barbaresco, Barolo… Genießer und Kenner bekommen glänzende Augen, wenn diese feinen Tropfen serviert werden. Für uns Grund genug, einmal eine Verkostung mit diesen wunderbaren Weinen durchzuführen.

Und so trafen sich am vergangenen Samstag 25 weinbegeisterte Teilnehmer, um die Gewächse von Marco Brangero zu verkosten. Ein Winzer, den wir vor zwei Jahren bei einem Vortrag in der VHS Schriesheim kennengelernt hatten und der für diesen Slow Food Event extra aus Italien angereist kam. Das Weingut Brangero ist bei uns in Deutschland noch weitestgehend unbekannt und gilt als Geheimtipp unter Piemont-Freunden. Der Vorteil: Im Vergleich zu berühmten Weinen von Sandrone, Sottimano, Parusso, La Spinetta, etc. sind die Weine von Brangero noch relativ günstig im Einkauf.

Um 19 Uhr war es dann soweit. Die lange Tafel war festlich eingedeckt und alle Augen auf Marco Brangero gerichtet. Der legte gleich mit einem leckeren Chardonnay los und plauderte in italienisch (charmant übersetzt von Peter Ahlf, dem Mit-Initiator dieses Abends) über all das, was diesen Wein ausmachte: Goldgelb, mit würziger, auch deutlich durch das edle Holz geprägter Nase, blumige Noten, ein feiner Honigton und ein voller, nachhaltiger, fast schon fetter Geschmack. Kein schlechter Einstieg. In den nächsten 4 Stunden folgten diverse Dolcetto, Barbera, Nebbiolo, eine Cuvé „Vino Rosso Vigne Alte“ und zwei Baroli, alle von hoher Qualität, lecker und teils unglaublich eleganter Struktur. Die einzelnen Weine hier vorzustellen und zu beschreiben würde den Rahmen dieses Blogs sprengen. Für Interessierte gibt es hier eine ausführliche Weinbeschreibung mit Bestellinformationen als PDF zum Download.

Die begleitenden Häppchen mit verschiedenen „salame artigianale piemontese, crudo e cotto“ und die typischen Käse, etwa „toma die bossolasco, toma die alta langa und grana piemonte“ waren eine ideale Begleitung und fanden reißenden Absatz. Dazu gab es köstliche Brote aus der Piemont-Kollektion von Peter Kapp. Ausführliche Informationen über alle Käsesorten finden Sie als PDF hier.

Um die Kosten für diese Weinprobe möglichst gering zu halten – vergleichbare Veranstaltungen kosten im Schnitt 90,- EUR und mehr – hatten viele Slow Food Freunde und Förderer der Rhein-Neckar Region mitgeholfen und ihre persönliche Unterstützung angeboten. Als Veranstaltungsort diente der elegante und lichtdurchflutete Friseursalon (!) von Andreas Münkel in Dossenheim, die Technik kam z.T. vom Expertenkreis Rhein-Neckar, die Küchenausstattung von Aux Amis Des Vins, das Geschirr vom Johanneshof Hockenheim und das Brot vom Bäcker Kapp. Durch dieses Engagement und Sponsoring konnte die Weinprobe für nur 27,- EUR p.P. durchgeführt werden. Allen beteiligten Helfern, auch ganz besonders Herrn Peter Ahlf, gilt unser herzlicher Dank!

Insgesamt ein sehr gelungener Abend der uns drei Erkenntnisse brachte:

1. Das Piemont ist immer wieder eine (kulinarische) Reise wert.
2. Die Weine von Marco Brangero sollte man im Auge behalten.
3. Und die Veranstaltungsangebote von Slow Food Rhein-Neckar auch 😉

Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten zu den Weinen von Marco Brangero finden Sie hier.

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