Der Honigflüsterer

Geflüstert wurde bei uns ja schon eine Menge: So haben wir in unseren Reihen Brotflüsterer oder Tomatenflüsterer und auch über Schweinflüsterer haben wir schon berichtet. Der Begriff steht, angelehnt an Monty Roberts, der sich einen Namen als „Pferdeflüsterer“ gemacht hat, für jene Produzenten und Genusshandwerker, für die Qualität das höchste Gut ist. Menschen, die neue Wege gehen und mit Sorgfalt und viel Zeit arbeiten. Das Ergebnis ist stets das Gleiche: Ein Produkt oder Lebensmittel, das in seiner Güte unübertroffen ist und seinen authentischen, unverwechselbaren Charakter bewahrt. Mit wenigen Ausnahmen müssen großartige Produkte nicht viel Geld kosten. Sie sind teurer. Zugegeben! Aber sie kosten kein Vermögen. Es ist eher der Luxus, an etwas Außergewöhnlichem teilzuhaben. Denn: »Luxus ist nicht das Gegenteil von Armut«, wie Coco Chanel feststellte, »sondern das Gegenteil von Gewöhnlichkeit.«

In der vergangenen Woche haben wir nun ein Produkt probiert, dem wir  für gewöhnlich nicht allzu viel Aufmerksamkeit schenken: Dem Honig. Ein Alltagsprodukt, das in jedem Küchenschrank steht. 

Im Jahr essen die Deutschen Honig bis zu 1,5 Kilogramm. Rund 20 Prozent davon werden von einheimischen Bienen erzeugt. Der Rest wird aus der ganzen Welt importiert, gemischt, gestreckt und zuweilen auch gepantscht. Honig sollte eigentlich ein Naturprodukt sein. Von Bienen produziert und vom Menschen geerntet und anschließend ohne Veränderungen in den Handel gebracht. So schreibt es die Honigverordnung vor. Dass diese längst nicht immer eingehalten wird, hat Stiftung Warentest gezeigt: Von den 34 untersuchten Honigen verstießen mehr als die Hälfte gegen die Honigverordnung. Neben Funden von Fremdzucker, Stärke oder antibiotischen Rückständen aus Pflanzenbehandlungsmitteln, gaben vor allem Etikettenschwindel und schlechter Geschmack Anlass zur Kritik. (Infos vom Imkerverein)

Dass es auch ganz anders geht, zeigt uns der Honig des Österreichers Hannes Walha, den wir ohne zu Zögern zum Honigflüsterer gekürt haben. Was mit einem Bienenvolk und viel Freude und Engagement begann, ist zu einer beachtlichen Erfolgsstory geworden, die im wunderschönen Wienerwald ihren Ausgangspunkt fand. Mit Liebe und Sorgfalt und großem Respekt vor den Bienen geht der begeisterte Imker und Eigentümer der Bienenmanufaktur AMBROSO einer besonderen Aufgabe nach: Ein Produkt auf höchstem Niveau zu schaffen – im Einklang mit der Natur. Der wertvolle Nektar dieses speziellen Honigs wird von den Bienenvölkern der Manufaktur in einem weitläufigen UNESCO-Biosphärenreservat und Naturschutzgebiet gesammelt. Das Ernten von Honig gestaltet sich ebenfalls als sehr aufwändig. Mithilfe modernster Technik sowie aufwändiger Raumtrocknung wird der Honig hygienisch geschleudert und sorgfältig in speziellen Edelstahlgefäßen gelagert. Erst wenn eine Bestellung eintrifft, wird er in die Gläser abgefüllt und verpackt. Ein Teil des Honigs wird jedoch gar nicht erst abgefüllt, sondern den Bienen wieder als Winterfutter zur Verfügung gestellt, um ihr Immunsystem zu stärken. Kontrolliert wird  der Honig von einem internationalen Bio-Kontrollinstitut, das die strengen Vorschriften für die biologische Bienenzucht überwacht.

Zur Auswahl stehen momentan drei Sorten: Bio-Honig aus Lindenblüten, mit Bio-Lavendelblüten und mit Bio-Zitronenverbene. Ein Frühlingsblütenhonig ist ab Mitte des Jahres lieferbar. Der Lindenblütenhonig  ist unglaublich komplex. In der Nase ein zarter Honigduft mit Noten von Blumenwiese, Vanille, etwas Kokos und Sahnekaramell, im Geschmack ist er süß mit leichter Säure, dadurch schön balanciert und leicht, überhaupt nicht klebrig. Das Aroma hallt noch ewig lang im Mund nach. Um den Unterschied zu verstehen, haben wir daneben einen gewöhnlichen Supermarkthonig aus der Quetschflasche probiert. Da fällt es einem wie Schuppen von den Augen! Die Variante mit Zitronenverbene ist nicht etwa aromatisiert, sondern im Honig schwimmen ganz viele Blüten davon herum. Wenn man dann ein Stück von diesen Blättchen auf die Zunge bekommt… WOW! Frische pur! Ein wunderbares Aroma, das man diesen Blättern von der Optik her gar nicht zutrauen würde! Und auch der Lavendelhonig ist wohl dosiert und fein im Aroma. Wir werden ihn demnächst zu Gänsebrust und Ziegenkäsetörtchen probieren…

Neben der hohen Qualität des Honigs ist auch das außergewöhnliche Design des Glases auffällig. Die Wichtigkeit der Verpackung und Lagerung hochwertiger Nahrungsmittel war für den Honigmacher bei der Wahl des Glases von entscheidender Bedeutung, denn er legt hohen Wert auf die Erhaltung der Qualität und Bioenergie seines Bio-Honigs. „Deshalb verwenden wir ein durchgefärbtes Violettglas, das geschichtlich bereits in der Hochkultur Ägyptens erwähnt wurde“ erklärt Hannes Walha. „Das verwendete Violettglas ist ein aufwändiger und optimaler Schutz für lichtempfindliche und besonders hochwertige Nahrungsmittel, wirkt wie ein natürlicher Filter und schützt und erhält Geschmack und Geruch, Farbe, Struktur, Stoffe, Energien sowie Enzyme.“

Der Gründer der Honigmanufaktur  ist stolz und dankbar dafür, dass seine und die aufwändige Arbeit seiner Bienen von immer mehr Genießern gewürdigt wird und meint lächelnd: „Unser Honig zeichnet ein typisches Geschmacksbild der wunderschönen Landschaft, in der wir mit unseren Bienen leben. Diese Landschaft und die Bienen machen den Honig, wir geben ihn nur weiter.“


AMBROSO Bio-Honig wird mittlerweile in den wichtigsten europäischen Hauptstädten von sorgfältig ausgewählten Händlern auf höchstem Niveau angeboten. Im deutschsprachigen Raum ist er unter anderem beim Wein- und Delikatessenversand  Aux Amis Des Vins, erhältlich und online bestellbar.
Weitere Informationen: www.ambroso.at
Honigbestellung – Online

2 Kommentare

Eingeordnet unter Erzeugerbesuch, Genusshandwerker, Wo wir gerne einkaufen

2 Antworten zu “Der Honigflüsterer

  1. Viele Grüße vom Möbelflüsterer
    🙂

  2. Cyrill

    Wie erkenne ich eigentlich ob Bio Honig aus dem Geschäft gut ist oder nicht ?

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