Turbo-Weine auf dem Vormarsch

Braucht Wein bald nur noch Minuten zur Reife? Das Verfahren ist wahrlich alles andere als SLOW. Und Weinkenner werden es wahrscheinlich geschmacklos oder ekelig finden. Doch es ist extrem schnell: Chinesische Forscher haben eine Methode zur Turbo-Reifung von Weinen entdeckt (das Magazin GEO und die Daily Mail berichteten). Das Team um Xin An Zeng von der Universität Guangzhou ist es damit gelungen, einen jungen Cabernet Sauvignon innerhalb weniger Minuten in einen fertigen Qualitätswein zu verwandeln. Der Trick: Der drei Monate alte Wein wurde einem elektrischen Wechselfeld mit einer bestimmten Voltzahl pro Zentimeter ausgesetzt. Ähnlich wie ein Katalysator beschleunigte die elektrische Behandlung im Wein Prozesse, die zur Entwicklung von Aromen nötig sind. Gleichzeitig ging die Menge an unangenehmen „Fuselölen“ wie Propanol und Butanol um 23 Prozent zurück.

Zwölf erfahrene Sommeliers, die das behandelte Getränk verkosteten, attestierten diesem ein „angenehm fruchtiges Aroma, gemischt mit dem Duft gereiften Weins“. Den jungen, unbehandelten beurteilten sie hingegen weit schlechter: „Scharfer Alkoholgeruch mit intensivem Fruchtaroma. Voller Körper, zugleich bissige Säure und rauer Geschmack“. Mehrere chinesische Weinproduzenten haben – wen wundert’s? –  bereits Interesse an dem Turbo-Verfahren angemeldet. Auch gedopte Super-Weine aus dem Gen-Forschungslabor kommen bereits auf die Verbraucher zu. Denn vollständigen Artikel finden Sie in der WELT hier.

Mich würde interessieren, was die deutschen Kellermeister, Weinbauern, Verbraucher und Gourmets von dieser Entwicklung halten.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Wein, Wissen & Genuss

Eine Antwort zu “Turbo-Weine auf dem Vormarsch

  1. Willst du das wirklich wissen?
    Ich würde zunächst einmal die Kompetenz des Journalisten/Praktikanten hinterfragen. Es ist traurig wie die der alte vor sich hinsiechende Journalismus einfach alle paar Monate sämtliche Horrorszenarien hervorholt und in Artikel zusammenfasst.
    Was möglich ist und dann gemacht wird sich in der Tat 2 Paar Stiefel.
    Einfach beim regionalen Winzer bleiben, in den Keller schauen und mit den Leuten sprechen. Wer meint bei Aldi und Lidl Wein kaufen zu müssen der kann auch die Welt lesen, das passt!

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