23. Mai 2009
Die Kunde „vom qualitätsbesessenem Bäcker“ war bis ins Piemont gedrungen und hatte den Gründer und Präsidenten von Slow Food am vergangenen Montag in die Rhein-Neckar-Region gelockt. Zusammen mit einer Delegation der Universität der gastronomischen Wissenschaften in Pollenzo besuchte Carlo Petrini einige Slow Food Förder, u.a. die Bäckerei Kapp in Edingen, das Südlandhaus in Mannheim und das Restaurant Die Ente in Ketsch.

Auf unserer Fahrt durch Stadt und Land fanden wir ausreichend Zeit für ein Interview über Slow Food und Terra Madre. Doch zunächst standen die Themen Regionalität, Qualität, Brote und die Backstube von Peter Kapp im Mittelpunkt.
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10. Mai 2009
Jedes Jahr, wenn Flieder und Kastanien blühen, Spargel und Erdbeeren auf die Speisekarten kommen, Straßencafés und Eisdielen öffnen, packt eine Schar ambitionierter Hobbyköche, Feinschmecker und Genießer ihre Picknickkörbe mit Leckereien, füllt die Kühltaschen und macht sich auf den Weg zum Fluss. Zum dritten Mal in Folge hatte das Convivium Rhein-Neckar zur „Heidelberger Neckartafel“ unter freiem Himmel geladen.

Die festlich gedeckten Tische bogen sich vor leckeren Speisen, die ausnahmslos selbst gemacht waren: Ochsenfetzensalat, Käse-Windbeutel, Spargelquiche, Curry-Gemüse-Tarte, Roastbeef, Tortilla, Buletten (nach Berliner Art), Wurstsalat, Pasteten, Würste, Rüblitorte, Schokokladenkuchen, u.v.m. Dazu gab es jede Menge Brotsorten (Fougasse,L´Apricot et Noisette, Bückeburger Bauernbrot, Laugenbrezeln), gesponsort vom Bäcker Kapp in Edingen, wunderbare Weine aus den besten Regionen Deutschlands und zur Begrüßung einen Cremant du Bourgogne Rosé vom Weinhandel Bourdic Helmut Lehmkuhl. 32 Personen schwelgten genussvoll im Schatten der Alten Brücke, genossen den Ausblick auf Fluss und Schloss und am Ende stand eindeutig fest: Auch im nächsten Jahr wird die Neckartafel wieder stattfinden.

8. Mai 2009

Mick Hucknall ist nicht nur Gründer und Stimme von Simply Red, sondern vielmehr ist er die Personifizierung dieser erfolgreichen Band, die 1985 mit dem Hit „Money’s Too Tight To Mention“ begonnen hat. Simpy Red tourten anfänglich als Support von Altmeister James Brown. Dort machte die Band ihren Blue eyed Soul populär. Knapp 25 Jahre später kam die britische Band mit einem „Best of“ Konzert in die SAP Arena nach Mannheim.
All dies wäre eigentlich kein Thema für unseren Slow Food Blog, gäbe es nicht diese spannenden Zusammenhänge und folgende Personen: Weiterlesen →
19. April 2009
Braucht Wein bald nur noch Minuten zur Reife? Das Verfahren ist wahrlich alles andere als SLOW. Und Weinkenner werden es wahrscheinlich geschmacklos oder ekelig finden. Doch es ist extrem schnell: Chinesische Forscher haben eine Methode zur Turbo-Reifung von Weinen entdeckt (das Magazin GEO und die Daily Mail berichteten). Das Team um Xin An Zeng von der Universität Guangzhou ist es damit gelungen, einen jungen Cabernet Sauvignon innerhalb weniger Minuten in einen fertigen Qualitätswein zu verwandeln. Der Trick: Der drei Monate alte Wein wurde einem elektrischen Wechselfeld mit einer bestimmten Voltzahl pro Zentimeter ausgesetzt. Ähnlich wie ein Katalysator beschleunigte die elektrische Behandlung im Wein Prozesse, die zur Entwicklung von Aromen nötig sind. Gleichzeitig ging die Menge an unangenehmen „Fuselölen“ wie Propanol und Butanol um 23 Prozent zurück.
Zwölf erfahrene Sommeliers, die das behandelte Getränk verkosteten, attestierten diesem ein „angenehm fruchtiges Aroma, gemischt mit dem Duft gereiften Weins“. Den jungen, unbehandelten beurteilten sie hingegen weit schlechter: „Scharfer Alkoholgeruch mit intensivem Fruchtaroma. Voller Körper, zugleich bissige Säure und rauer Geschmack“. Mehrere chinesische Weinproduzenten haben – wen wundert’s? – bereits Interesse an dem Turbo-Verfahren angemeldet. Auch gedopte Super-Weine aus dem Gen-Forschungslabor kommen bereits auf die Verbraucher zu. Denn vollständigen Artikel finden Sie in der WELT hier.
Mich würde interessieren, was die deutschen Kellermeister, Weinbauern, Verbraucher und Gourmets von dieser Entwicklung halten.
11. April 2009
Eigentlich erstaunlich, dass wir bei Slow Food erst jetzt davon erfahren haben. Denn es gibt ihn schon seit 2002, den ersten deutschen Pralinenclub. Eine Anlaufstelle für Genießer, Chocoholics und all jene, denen ein einfacher Schokoladenriegel aus dem Supermarkt nicht reicht. Die Geschäftsidee der beiden Unternehmer Frank Große-Vehne und Klaus Passerschröer: Jeden Monat versenden sie eine aktuelle Monatskollektion von unterschiedlichen, tagesfrischen, handgeschöpften Pralinen direkt ins Haus.

Das besondere dabei ist, dass die Kreationen nicht von einer speziellen Konditorei oder einem Chocolatier kommen, sondern jeden Monat von anderen Meister-Chocolatiers zusammengestellt werden. Permanent bewerben sich die Besten der Branche aus ganz Deutschland mit neuen Pralinen um eine Aussendung beim Pralinenclub. Und das schöne daran: Es gibt keine verpflichtende Abnahme. Man kann sich monatlich, zweimonatlich, quartalsweise oder nach Wunsch beliefern lassen. Weitere Infos unter www.pralinenclub.de
11. April 2009
Harald Schlumpp und Johannes Härdle vom Johanneshof haben über die Wintermonate kräftig aufgerüstet: Die Küchenbrigade steht nun unter professioneller Leitung von Chefkoch André Schehl (der auch für die wunderbaren Tafelgedichte in den Wintermonaten verantwortlich war) und Sous-Chef Philipp Gruber, die Technik wurde erweitert (u.a. um zwei richtig gute Kombidämpfer, Gasherd, Nudelmaschine und eine Maultaschenmaschine – schließlich will man auf dem Genuss-Bauernhof alles selber produzieren) und der Biergarten erhielt eine wetterfeste Pergola. So viel Engagement muss natürlich gefeiert werden, und es wurde gefeiert! „Willkommen im Frühling“ lautete das Motto am 4. April, und was soll ich sagen? Die Tische bogen sich vor lauter Leckereien.

Zur Begrüßung und als Auftakt gab es eine leckere Kartoffelsuppe mit Rauchschinken und Bärlauchpesto… Weiterlesen →
10. April 2009
Dass auch große, weltweit agierende Gastronomiebetriebe mit der Idee von Slow Food in Einklang zu bringen sind, beweist das Schweizer Unternehmen Mövenpick. Mövenpick steht – nach einigen dunklen Jahren – wieder für gehobene Hotellerie und Gastronomie sowie für kompromisslose Frische und Vielfalt der Produkte. Am 3. März 2009 war das Convivium Rhein-Neckar mit 14 Mitgliedern im Heidelberger Schlossrestaurant zu Gast, welches seit knapp einem Jahr von Mövenpick betrieben wird. Schlosskoch Jens Riemann verzichtet ganz bewusst auf Convenience und kauft seine Produkte vorzugsweise von regionalen Produzenten aus der Rhein-Neckar Region – darunter viele Slow Food Genusshandwerker.

Bei frühlingshaften Temperaturen wurden wir von Herrn Riemann und der Restaurantleiterin / Sommelière Maike Weers im majestätischen Schlosshof mit einem Holunder-Aperitiv vom Weingut Schlauch, Hohenlohe, begrüßt. Weiterlesen →
27. März 2009

Vergessen und unentdeckt lagerte sie im Keller meines besten Freundes und wurde nur durch einen Zufall gefunden: Eine Flasche Portwein aus dem Jahre 1933 – 40 Jahre im Fass gereift und 1973 abgefüllt. Macht 76 Jahre.
Man muss die Überraschungen des Alltags nehmen wie sie kommen, also öffneten wir die Flasche gleich ohne besonderen Anlass. Gewartet hat der Schatz ja lange genug. Der Korken war weich wie Butter und ließ sich nicht mehr retten, eine Mords Krümelei war die Folge. Egal. Der Geschmack ist das Einzige, was zählt. Und tadaa – er schmeckte noch! Allerdings nur in den ersten 5 Minuten. Der Kontakt mit der Neuzeit und dem Sauerstoff brachte schon bald die ersten bitteren Untertöne und leichte Essigaromen in den Vordergrund. Unser Urteil: Interessant, intensiv, aber kein Hochgenuss. Weiterlesen →
24. März 2009

„Mit Freunden einen genussvollen und gemütlichen Abend verbringen und dabei die Vielfalt der Biere entdecken“ – unter diesem Motto hatte Slow Food Rhein-Neckar diesen Event in der Dachsenfranz Brauerei Zuzenhausen angekündigt. Und es wurde ein prachtvoller Abend! Der Inhaber, Unternehmer, Gastwirt und ausgebildeter Biersommelier Wilhelm Werner führte uns fachkundig durch Sudhaus, Gär-und Lagerkeller, und informierte uns Weiterlesen →
11. März 2009
Wir befinden uns im Jahre 2009. Ganz Gallien ist von großindustriellen Rohmilchkäse-Feinden besetzt… ganz Gallien? Nein! Unbeugsame Käsereien in der Normandie stellen ihren Camembert immer noch aus naturbelassener Kuhmilch her – und haben jetzt das ganze Volk zum Käse-Kreuzzug mobilisiert.
Ein lesenswerter Bericht aus dem Spiegel -> hier zum Download als PDF
Feinschmecker und Käseliebhaber kennen die Adressen ja längst. Aber für alle anderen hier noch einmal die Bezugsquellen guter Käse-Fachgeschäfte und die der besten Käsemacher in der Metropolregion Rhein-Neckar:
Käsemanufaktur Müller, Hockenheim Homepage
Ziegenkäsehof Nussloch, Homepage
Fromagerie La Flamm, Heidelberg und Mannheim, Homepage
Kücherers Käse-Ecke, Dossenheim, Homepage
Weitere gute Adressen in unserem Slow Food Genussführer