7. Februar 2010

Slow Food RN Ehrenmitglieder 2010


Das Convivium Rhein-Neckar gratuliert

Die diesjährige Jahresfeier des Conviviums Rhein-Neckar fand im Restaurant Qube Heidelberg statt. 22 Mitglieder ließen sich Ende Januar an einer langen Tafel von Küchenchef Robert Deyhle verwöhnen. Florian Villain hatte eine wunderbare Auswahl an regionalen Weinen zusammengestellt (darunter ein Sauvignon Blanc der Superlative von Bassermann-Jordan aus dem Jahr 2009!) und der aufmerksame Service unter der Leitung von Tobi Rentsch war so wohltuend, dass sich manche Gäste wunderten: “Nanu, seit wann gibt es denn so was Tolles in Heidelberg?” Weiterlesen →

6. Februar 2010

Zwei Kochabende mit Slow Food

“Genuss im Quadrat” war unser Thema im Januar. In Kooperation mit den Volkshochschulen der Region (Abendakademie Mannheim und VHS Heidelberg) führten wir zwei (ausgebuchte) Informationsabende unter dem Motto “Kochen mit Slow Food” durch. Vor jeweils 20  interessierten Teilnehmern erläuterte Conviviumsleiter Cyriacus Schultze gemeinsam mit Gisela Schicke und Werner Schmidt die Ideen von Slow Food und Terra Madre – danach ging es an die Kochtöpfe um ein anspruchsvolles Wintermenü zu kochen:

  • Blanchierter Grünkohl mit Gorgonzola, pochiertem Ei und  frischen Pfannenkartoffeln
  • Minestrone von Steckrüben und Bergsträsser Wintergemüse mit  Parmigiano-Reggiano
  • Geschmorte Lammkeule mit   Oliven und Ziegenkäse -Kartoffelgratin
  • Warmer Schokoladenkuchen mit Süßwein Weiterlesen →

21. Januar 2010

we feed the world – Ein Film zum Thema Lebensmittelproduktion

Es gibt Szenen in diesem Dokumentationsfilm die einen Spachlos werden lassen.

Direktlink zu Googlevideo, dort kann das Video in allen gewünschten Bildschirmfomaten angeschaut werden

Ein Zitat aus dem Film:

… Wir sollten uns damit anfreunden, dass es eigentlich keine Lebensmittel mehr gibt, die gentechnisch frei sind …

Tja, ich kenne niemanden der sich mit dieser Tatsache anfreunden will, niemanden der es hinnehmen will, der Film zeigt allerdings das wir es trotzdem schon lange tun ….

18. Januar 2010

Arbeitstreffen der Slow Food Convivienleitungen in Berlin

Am 16. und 17. Januar 2010 trafen sich die Convivienleitungen von Slow Food Deutschland zu einem Gedankenaustausch im ICC Berlin. Dabei präsentierten sich einige der neuen Vorstands-Kandidaten für die bevorstehenden Wahlen in Würzburg. Natürlich gab es auch wieder lebhafte Diskussionen zu der überfälligen Satzungsreform.

Slow Food Gründer Carlo Petrini war ebenfalls angereist um die Arbeit und Inhalte von „Terra Madre“ persönlich vorzustellen und diskutierte bei dieser Gelegenheit mit den Conviviumsleitern über die Entwicklung von Slow Food in Deutschland und Europa. Ein weiterer Höhepunkt war eine Podiumsdiskussion zum Thema „Gentechnik bei Lebensmitteln“, die von Dieter Moor (TTT) moderiert wurde. Zu den Gästen gehörten neben Carlo Petrini Dr. Christel Happach-Kasan, agrarpolitische Sprecherin der FDP, Sabine Simon vom Milchkonzern Campina sowie Heike Moldenhauer, BUND Gentechnik-Expertin.

14. Januar 2010

Tote Ernte – Der Kampf ums Saatgut

Der Film ist bereits einige Jahre alt, aber das Thema ist aktueller denn je,  Gentechnologie in der Landwirtschaft. Der Film gibt einen Eindruck dessen wie Landwirtschaft in einigen Jahren auch in Europas Megaproduktionsstätten aussehen könnte.

Direktlink zum Video, dort kann man z.B. den Film in kompletter Bildschirmgröße ansehen.

Filmdauer 43 Minuten

Auszug aus dem Begleittext zum Film:

…. Der Gipfel des gentechnischen Zynismus ist die sogenannte Terminator-Technologie. Sie macht die Bauern mit Hilfe der Gentechnik endgültig von den Konzernen abhängig. Die Pflanzen werden gentechnisch so manipuliert, dass sie nur einmal keimfähig sind. Eine Wiederaussaat der Ernte ist zwecklos. Die Ernte ist tot

Übrigens, die im Film angesprochene Firma Monsanto ist inzwischen ganz nah dran an unserem Convivium ….

11. Januar 2010

Slow Food Fleischtest: Einmal Kotelett, bitte!

Koteletts »(von französisch côtelette für „Rippchen“ aus französisch côte, bzw. lateinisch costa für „Seite, Rippe“), Rippchen oder Karrees sind Scheiben aus dem Rippenstück (auch Karree, Rücken oder Kotelettstrang genannt) mit Knochen. Das Rippenstück befindet sich beiderseits der Wirbelsäule hinter dem Nacken. Koteletts werden vom Schwein, Kalb und Lamm angeboten, seltener vom Rind. Sie werden meist gebraten oder gegrillt, können aber auch paniert werden wie z. B. Costoletta alla milanese…«  Soweit erzählen es uns einschlägige Kochbücher und Lexika.

Doch wir wollten es genauer wissen.  Wie war das gleich nochmal mit der Massentierhaltung? (siehe FAZ Artikel ) Dem Fleischskandal? (siehe SZ Artikel) Woran erkennt man gutes Fleisch? (Buchtipp hier)  Vor allem aber: Muss man jedes Mal ein kleines Vermögen ausgeben, nur weil es mangels Alternativen gleich eine Hochrippe vom Simmentaler Rind (trocken gereift) aus dem Gourmetversand sein soll? Gibt es denn keine Alternativen in der Region? Weiterlesen →

8. Januar 2010

HOME

Wer sich dafür interessiert wie und wo Lebensmittel produziert werden, der interessiert sich sicher auch dafür wie wir mit unserer Erde umgehen. Auf Youtube ist ein beeindruckender Film über unseren Planeten zu sehen den ich gerne jedem ans Herz legen möchte. Zur Zeit ist er nur in Englisch verfügbar, aber das spielt eigentlich keine Rolle, die Bilder sprechen für sich. Nicht abschreckend, im Gegenteil tief beeindruckend!

Einfach in das Bild klicken dann kommt ihr direkt zum Film auf Youtube. Der Film dauert 1 Stunde und 33 Minuten, aber das spielt keine Rolle, ihr werdet ihn ohnehin 2 oder gar 3 mal anschauen …..

Direktlink zu Youtube

Ein Auszug aus dem Begleittext zu Home lautet wie folgt:

Wir leben in einer alles-entscheidenden Zeit. Wissenschaftler sagen uns, wir hätten nur 10 Jahre um unsere Lebensweise zu ändern, um das Aufzehren von Rohstoffen zu verhindern und um eine katastrophale Entwicklung des Weltklimas zu verhindern.
Jeder Einzelne muss an dieser gemeinsamen Anstrengung teilnehmen ; und um so viele Leute wie möglich darauf aufmerksam zu machen, habe ich den Film HOME gedreht.

28. Dezember 2009

Buchempfehlung Dezember

Zwei Kochbücher, die ich Ihnen empfehlen möchte, liegen zur Zeit auf meinem Küchentisch. Beide stammen aus dem Umschau-Verlag und heben sich wohltuend von der Masse an Kochbüchern ab, die man sonst im Handel findet.

Schlau kochen
Ein Entdeckerkochbuch für neugierige Kinder und Erwachsene
von Wolf Schönmehl und Sigrid Krekel

Fünf Wochen lang haben meine beiden Söhne in diesem Entdeckerkochbuch geblättert, experimentiert und nachgekocht. Mittlerweile ist daraus ein kleines Ritual entstanden: Alle 14 Tage werden wir mit einem dreigängigem Menü verwöhnt und gehen mit ausgefallenen Leckereien, wie z.B. „Sushi mit Früchen“ oder „Bratwurstklöße“ auf Geschmacksreise.

Die sinnvolle Gliederung, die didaktische Ausarbeitung, vorwiegend bodenständige Rezepte, spannende Küchenexperimente und ein kindgerechtes Layout machen das Buch sehr sympathisch und praxistauglich. Manche Eltern werden vielleicht eine ausführliche und schrittweise Bebilderung bei den Rezepturen vermissen – ich halte diesen Mangel für keinen Fehler. Die Kinder werden auf diese Weise nicht bevormundet („… das muss aber so aussehen…“)  und gehen unbefangener und mit mehr Kreativität ans Werk.

Weitere Infos bei Buch.de oder Amazon

Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Pfalz, Kurpfalz und Odenwald
von Gertrud Löbell, Eberhard Löbell und Björn Kray Iversen

Die “kulinarische Entdeckungsreise” ist eine gelungene Mischung aus Restaurantführer und regionalem Kochbuch. Die Autoren machen Station in gemütlichen Gasthöfen, Weinstuben und Gourmetrestaurants, beschreiben einige Metzgereien, Fischhändler, Bäckereien und Winzer und führen den Leser durch die wunderbaren Täler, Berg- und Hügellandschaften der Pfalz und Rhein-Neckar-Region.

Ein Buch, dass sich besonders gut als regionales Mitbringsel und als geschmackvolles Geschenk für Kunden, Gäste oder neu Hinzugezogene eignet. Aber nicht nur. So mancher Leser aus der Region wird sich über die Ausflugtipps freuen oder mit Staunen feststellen, welche Restaurants und Weinstuben vor seiner Haustür liegen, von denen er noch nie zuvor gehört hat.

Weitere Infos bei Buch.de oder Amazon

Weitere Buchempfehlungen finden Sie auch auf unserer Slow Food Homepage

7. Dezember 2009

Begegnung mit Herrn Hicho

Slow Food zu Gast auf dem Fischmarkt in Tokio

Es gibt ein japanisches Sprichwort, das lautet “wenn es irgendwo im Wasser lebt und essbar ist, dann kann man es auf dem »Tsukiji Shiijo« kaufen”. Der Tsukiji Shijo in Tokio ist der größte Fischmarkt der Welt und als mich morgens gegen 4:30 der Taxifahrer auf dem Gelände absetzt, glaube ich das sofort. Ich bin für eine Woche geschäftlich in Japan (internationale Robotermesse) und nutze die freien Stunden, um Tokio ein wenig kulinarisch zu erkunden. Gabelstapler und kleine Transportkarren knattern in waghalsigem Tempo über die nassen Straßen, Kisten werden gepackt und verladen, es wird geschubst und gedrängelt. Wie ist dieser Markt organisiert? Nach Fischsorten oder nach Größe?  Nach Warengruppen? Schilder oder Pläne sucht man vergeblich – eine Orientierung zwischen den 1600 Ständen scheint unmöglich. Weiterlesen →

20. November 2009

Die Kunst der Polenta

Die Menschen am Flusse Po kochen ihren täglichen Brei langsam, »lentamente«, und deshalb heißt die Beilage „Po-lenta“ – wäre eine schöne Erklärung für den Ursprung des Wortes. Doch den Brei gab es schon vor der italienischen Sprache: Bei den Römern hießen Getreidebrei »puls« und feines Mehl »pollen«, sowohl Rezept als auch Wort haben hier ihre Wurzeln. Sie bereiteten den nahrhaften Brei allerdings zunächst aus Dinkel, Hirse oder Spelt, einer altertümlichen Weizenart, und verfeinerten ihn mit Gemüse, Speck oder was auch immer noch in der antiken Vorratskammer zu finden war. Gegessen wurde er kalt oder warm.